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ABC der Nordkirche

A wie Arbeitsstelle

Die Arbeitsstelle hat die Aufgabe, den Weg der drei Kirchen auf eine gemeinsame Evangelische Kirche im Norden hin zu gestalten. In die Arbeitsstelle delegieren die drei Landeskirchen je ein Mitglied. Sitz der Arbeitsgruppe ist Schwerin.

 

B wie Bischof/Bischöfin

Zur Zeit gibt es eine Bischöfin und drei Bischöfe in der geplanten Nordkirche: Die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen, den Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich, den mecklenburgischen Bischof Dr. Andreas von Maltzahn und den pommerschen Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit.

 

F wie Fusionsvertrag

Der Fusionsvertrag, den die drei Kirchenleitungen unterzeichnet haben, wurde März 2009 von den drei Landessynoden genehmigt. Damit ist der "Verband der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Norddeutschland" entstanden. Ziel des Verbandes ist die Erarbeitung und Verabschiedung der Verfassung für die gemeinsame Kirche.

 

K wie Kirchenamt

Die Nordelbische Kirche nennt ihre oberste Verwaltungsbehörde Kirchenamt. Sie hat ihren Sitz in Kiel. Siehe auch: Konsistorium und Oberkirchenrat.

 

K wie Kirchenkreise

Die Mecklenburgische Landeskirche hat fünf Kirchenkreise, in Nordelbien gibt es elf und in Pommern vier Kirchenkreise.

 

K wie Kirchenleitung

Mit der Bildung des Verbandes Evangelisch-Lutherischer Kirchen in Norddeutschland ist eine eigene rechtliche Körperschaft entstanden. Sie hat eine Kirchenleitung und Vorsitzender ist der schleswiger Bischof Gerhard Ulrich.

 

K wie Konsistorium

Die Pommersche Kirche nennt ihre oberste Verwaltungsbehörde Konsistorium. Es hat seinen Sitz in Greifswald. Siehe auch: Kirchenamt und Oberkirchenrat.

 

K wie Kooperationsvereinbarung

Am 29. September 2000 wurde von den drei Landeskirchen eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, die die partnerschaftliche Zusammenarbeit vertiefen und durch weitere Arbeitsfelder angesichts neuer Herausforderungen erweitern sollte.

 

L wie Landeskirche

In Deutschland gibt es zur Zeit 23 Landeskirchen. Nordelbien hat 2,1 Mio Gemeindeglieder, Mecklenburg 200.000 und Pommern 100.000.

 

L wie Landessynode

Das Wort Synode bedeutet "Zusammenkunft". Der griechische Begriff ist gleichbedeutend mit dem lateinischen Konzil. Die Landessynoden sind die höchsten beschlussfassenden Organe jeder Kirche. Die Landessynode Mecklenburgs hat 57 Mitglieder, die Landessynode Nordelbiens 140 und die Landessynode Pommerns 69 Mitglieder.

 

M wie Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs

Eine kurze Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) finden Sie hier.

 

N wie Nordelbien

Eine kurze Geschichte der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (NEK) finden Sie hier.

 

O wie Oberkirchenrat

Die Mecklenburgische Landeskirche nennt ihre oberste Verwaltungsbehörde Oberkirchenrat. Siehe auch: Kirchenamt und Konsistorium.

 

P wie Pommersche Evangelische Kirche

Eine kurze Geschichte der Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) finden sie hier. „Pommern“ heißt „Land am Meer“.

 

P wie Propst/Pröpstin

Der Begriff Propst kommt vom lateinischen propositus für "Vorgesetzter". Propst ist nicht gleich Propst – aber immer mit zwei „p“ geschrieben. In Nordelbien ist der Propst oder die Pröpstin vergleichbar den mecklenburgischen Landessuperintendenten oder den pommerschen Superintendenten. In Mecklenburg gibt es ebenfalls Pröpste und Pröpstinnen. In einer Propstei haben sich mehrere Gemeinden zusammengeschlossen. Der Propst/die Pröpstin hat vor allem beratende Aufgaben hinsichtlich der Zusammenarbeit unter allen kirchlichen Mitarbeitern und zwischen den Kirchgemeinden.

 

S wie Sprachgebrauch

Die Bezeichnungen in den drei Landeskirchen sind recht unterschiedlich. Hier einige Beispiele.

Reihenfolge immer: Mecklenburg – Nordelbien – Pommern:

Landesbischof – Bischof/Bischöfin – Bischof

Kirchgemeinde – Kirchengemeinde – Kirchengemeinde

Kirchgemeinderat – Kirchenvorstand – Kirchengemeinderat

Landeskirche – Kirche – Kirche

Landessuperintendent/in – Propst/Pröpstin – Superintendent/in

Oberkirchenrat – Kirchenamt – Konsistorium

Pastor/Pastorin – Pastor/Pastorin – Pfarrer/Pfarrerin

Präses – Synodenpräsident – Präses

 

S wie Sprengel

Die Nordelbische Kirche ist in zwei Sprengel Hamburg und Lübeck sowie Schleswig und Holstein eingeteilt, denen jeweils eine Bischöfin bzw. ein Bischof vorstehen. Bischöfin und Bischof sind PastorInnen und haben in ihrem Sprengel die geistige Leitung und Aufsicht und üben die Aufsicht über die Pröpste aus. Im Auftrag der Kirchenleitung vertreten sie die Nordelbische Kirche in der Öffentlichkeit. Sprengel gibt es in Mecklenburg und Pommern nicht.

 

S wie Steuerungsgruppe

Die Steuerungsgruppe hat u.a. die Aufgaben: Zusammenführung der Ergebnisse der Untergruppen, Ausarbeitung der Einzelheiten für die Verfassung und Vorlage an die Kirchenleitung des Verbandes. Sie kann auch Arbeitsaufträge an die Untergruppen vergeben.

 

S wie Synode

Siehe Landessynode

 

T wie Terminplan

Die Verfassunggebende Synode wird am Reformationstag 2010 zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Dann wird der Verfassungsentwurf vorgelegt. Es folgt ein mehrstufiger Beratungsprozeß. Für Mitte Mai 2012 ist die Verabschiedung der Verfassung geplant. Die gemeinsame Kirche soll dann am Pfingstfest 2012 begründet werden.

 

V wie Verband

Am 15. April 2009 trat der "Verband Evangelisch-Lutherischer Kirchen in Norddeutschland" in Kraft. Vorausgegangen war Ende März 2009 die Annahme des Fusionsvertrages zur Bildung des Verbandes durch alle drei Landessynoden. Ziel des Verbandes ist die Erarbeitung und Verabschiedung der Verfassung der neuen Kirche.

 

 

Die westlichste Kirchengemeinde in einer Nordkirche ist auf Helgoland die Gemeinde St. Nicolai. Die kleine Gemeinde mit 870 Gemeindegliedern liegt mitten in der Nordsee, auf Deutschlands einziger Hochseeinsel.

Schwerin

Schwerin, die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, ist auch Sitz des Oberkirchenrates und auch Sitz der Arbeitsstelle Nordkirche. Der Schweriner Dom ist die Predigtstätte des mecklenburgischen Landesbischofs.

Schleswig

In Schleswig hat Bischof Gerhard Ulrich, Vorsitzender der Kirchenleitung Nordelbiens, seinen Bischofssitz.

Friedrichsthal

Die Kirche von Friedrichsthal im Kirchenkreis Pasewalk ist die südöstlichste Gemeinde der drei Landeskirchen und liegt im Bundesland Brandenburg

List auf Sylt

Die Gemeinde List auf der Insel Sylt mit der St. Jürgen Kirche ist die nordwestlichste Gemeinde der drei Landeskirchen

Rendsburg

Die Landessynode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche trifft sich zu ihren Synodaltagungen in Rendsburg im Christophorushaus.

Plau am See

Mitten im mecklenburgischen Feriengebiet liegt Plau am See. Hier kommt die mecklenburgische Landessynode zu ihren Tagungen zusammen.

Züssow

Das "Wichernhaus" in Züssow ist der traditionelle Ort der pommerschen Landessynode. Die Tagungsstätte Wichernhaus liegt auf dem Gebiet des Pommerschen Diakonievereins, der seinen Sitz in Züssow hat.

Hansestadt Rostock

Rostock ist die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern und ist Sitz einer Superintendentur sowie der Evangelischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern. Hier die Kirche St. Petri.

Kiel

Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat ihren Sitz in der Landeshauptstadt Kiel. Dort befindet sich auch das Kirchenamt der Nordelbischen Kirche.

Lübeck

Lübeck, die"Mutter der Hanse".

Greifswald

Die Hansestadt Greifswald ist Sitz des pommerschen Konsistoriums. Der Dom St. Nikolai ist Predigtstätte des pommerschen Bischofs

Hamburg

Hamburg ist Sitz der Landesregierung (Senat) und wird nach der nordelbischen Reform zwei Kirchenkreise mit zusammen rund 750.000 Mitgliedern haben, davon hat allein Hamburg-Ost 500.000. Der Sprengel Hamburg wird von Bischöfin Maria Jepsen geleitet.

Vorgestellt: Nordelbisches Frauenwerk