Mecklenburg beruft Pastorin Strube in die Arbeitsstelle Nordkirche

 

Schwerin (epd). Die Arbeitsstelle zur Begleitung des Fusionsprozesses für eine evangelische "Nordkirche" wird im April in Schwerin ihre Tätigkeit aufnehmen. Für die mecklenburgische Landeskirche werde Pastorin Dorothea Strube (Schwerin) hauptamtlich in die Arbeitsstelle wechseln, teilte die Kirchenleitung am Donnerstag in Schwerin mit. Strube ist derzeit Krankenhausseelsorgerin in Schwerin und Wismar. Zudem ist sie Vizepräses der Landessynode und Mitglied der Kirchenleitung.

 

Nach Angaben der Pommerschen Evangelischen Kirche wird für sie die Juristin Elke Stoepker (Greifswald) in der Arbeitsstelle tätig sein. Stoepker scheide als bislang ehrenamtliche Mitarbeiterin damit aus der pommerschen Kirchenleitung aus. Die nordelbische Kirche entsendet nach Angaben des Kieler Kirchenamtes Oberkirchenrat Michael Ahmel in die Arbeitsstelle, deren Geschäftsführung er auch übernehmen soll.

 

Für die auf fünf Jahre angelegte Arbeitsstelle stehe ein Jahresetat von 350.000 Euro zur Verfügung, der zu 85 Prozent von Nordelbien getragen werde, sagte der amtierende Schweriner Oberkirchenratspräsident Andreas Flade. Die Einrichtung treffe keine Entscheidungen, sondern solle den Fusionsprozess begleiten und koordinieren.

 

Die Synoden der mecklenburgischen, pommerschen und nordelbischen Kirchen hatten sich im vergangenen Herbst für Fusionsverhandlungen zu einer "Nordkirche" ausgesprochen. Über den verbindlichen Fusionsvertrag soll im September entschieden werden. Ziel ist die Bildung einer gemeinsamen evangelischen "Nordkirche", die die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern umfasst und rund 2,5 Millionen Mitglieder hätte. (20.03.2008)

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