Niederdeutsches Bibelzentrum Barth

Im Norden gibt es – neben viel Arbeit mit der Heiligen Schrift in Gemeinden und Einrichtungen – drei spezielle Orte für die Bibel; das Nordelbische Bibelzentrum Schleswig, das Bibelinfocenter Schwerin und das Bibelzentrum Barth.

 

Im Bibelgarten. Fotos: Neumann
In der Ausstellung
Hinweisschild auf der Autobahn
Angela Merkel und der Leiter des Bibelzentrums, Johannes Pilgrim
Ruhepause vor dem alten Gebäudebestand

Was kennzeichnet unsere Einrichtung?

Das Bibelzentrum Barth hat den Zusatz „niederdeutsch“. Der historische Anlass für die Entwicklung des Zentrums (Idee 1988, Eröffnung 2001!) war der erste pommersche Bibeldruck in Barth 1588, die plattdeutsche Luther-Bibel. Heute ist die Einrichtung zwischen Rügen und Rostock Ausstellungs-, Bildungs- und Jugendbegegnungsstätte.

Die Ausstellung zeigt neben der Barther und einigen anderen kostbaren Bibeln Exponate zur Geschichte des Hauses als Leprosen-Hospital, Gegenstände zur Bibelverbreitung und künstlerische Anregungen zum Dialog mit biblischen Themen. In der Bildungsarbeit werden elementare biblische Grundlagen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene weitergegeben. Seminaristisch wird mit Schulklassen, Lerngruppen, Konfirmanden, Gemeindegruppen ... gearbeitet, wo und wie biblische Geschichten, Personen und Aussagen den christlichen Glauben und unsere Gesellschaft prägen. Dazu stehen eine historische Hospitalkapelle (1380) und ein modernes Bildungshaus (2004 aus Mitteln der Bundesrepublik Deutschland und von Kirchen errichtet) zur Verfügung.

 

Was wünschen wir uns für die gemeinsame Kirche?

Wir freuen uns auf die gemeinsame Kirche. Viele gute Erfahrungen in der bisherigen Zusammenarbeit lassen hoffen: Besucher und Gruppen, gemeindlich wie touristisch, kommen aus dem ganzen Norden in unsere Einrichtung, und viele interessante Begegnungen ergeben sich daraus. Wir wünschen uns, dass diese Zusammenarbeit zu einem gemeinsamen Leben wird. Dazu sind klare, menschenfreundliche Strukturen nötig.

Ein Verschmelzen der auf dem Gebiet der Nordkirche existierenden Bibelgesellschaften über die Verortung in der Deutschen Bibelgesellschaft hinaus kann sich entwickeln. Die Standorte der Bibelzentren machen den Eindruck, als seien sie schon für die Nordkirche gemacht. Die Kooperation ist fruchtbar und erfreulich.

 

Was wird sich durch eine Nordkirche bei uns ändern?

Horizonte können sich weiten. Mit Hamburg liegt die zweitgrößte Stadt Deutschlands auf dem Gebiet unserer zukünftigen Kirche. Bei gegenseitiger Achtung können wir viel voneinander lernen. Wenn die Fusion gelingt, werden wir als Christen und Kirche gestärkt daraus hervor gehen.

 

Wie soll die neue Kirche heißen?

Sie sollte nicht „Küstenkirche“ oder gar „MAWGK - Mit allen Wassern gewaschene Kirche“) heißen! „NEK-MEK-PEK“ ist auch zu lang und lässt keine Fusion vermuten. „Kirche am Meer“ klingt lyrisch aber kaum konfessionell. „Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland“ sagt es amtlich, treffend und kompatibel. Leider lässt sich schwerlich eine klangvolle Abkürzung finden – oder klingt „ELuKiNo“ etwa schön?