Diakonie-Fusion in Mecklenburg-Vorpommern perfekt
Greifswald/Schwerin (epd). Im dritten Anlauf ist am Mittwochabend die seit Jahren geplante Fusion der beiden Diakonischen Werke Mecklenburgs und Pommerns gelungen. Die beiden Mitgliederversammlungen der pommerschen und der mecklenburgischen Diakonie hätten der Verschmelzung zugestimmt, teilte das Diakonische Werk Mecklenburgs in Schwerin mit. Während es in Pommern 34 Ja- und vier Nein-Stimmen gab, fiel die Entscheidung in Mecklenburg den Angaben zufolge einstimmig aus. Die Verschmelzung erfolgt rückwirkend zum Jahresbeginn 2010.
Das neue Diakonische Werk Mecklenburg-Vorpommern ist mit rund 11.000 Beschäftigten und 600 Einrichtungen in Arbeitsfeldern wie Beratung, Schule und Ausbildung der größte Wohlfahrtsverband im Nordosten und einer der größten Arbeitgeber im Land. Sitz des Werkes wird Schwerin. Jeweils eine Geschäftsstelle unterhält das Diakonische Werk in Schwerin und Greifswald. Geführt wird der Verband von den vier geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern Martin Scriba, Kirsten Balzer, Annette Peters und Bernd Röll.
Die Fusion der beiden landeskirchlichen Werke war bereits für 2005 und in einem erneuten Anlauf für 2007 geplant gewesen, aber beide Male an arbeitsrechtlichen Fragen gescheitert. Diese sind nach pommerschen Angaben mit dem Zugeständnis aus dem Weg geräumt, dass in Pommern die bisherige Praxis beibehalten werden könne. Der Vertrag zur Bildung einer Nordkirche 2012 zwischen den evangelischen Landeskirchen von Pommern, Mecklenburg und Nordelbien sieht vor, dass je Bundesland ein Diakonisches Werk existieren soll.
Anders als in der nordelbischen Landeskirche werden in den beiden ostdeutschen Landeskirchen und ihren Diakonischen Werken im Rahmen des sogenannten "Dritten Weges" Gehälter und Arbeitsbedingungen ohne Beteiligung der Gewerkschaften ausgehandelt. Vertragspartner dafür sind Kirchenleitung und Mitarbeitervertretung, die im kirchlichen Bereich an die Stelle von Betriebs- oder Personalräten treten.(23.6.2010)
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