Treffpunkt auf dem Kirchentag: Der Nordkirchenpavillon

Plakatwand im Nordkirchenzelt

Kiel (sst). „Zum 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden vom 1. bis 5. Juni lade ich alle Kirchentagsbesucherinnen und -besucher in den Nordkirchen-Pavillon am Goldenen Reiter sowie auf die Nordkirchen-Bühne am Elbufer ein. An diesen beiden Orten präsentiert sich die ab Pfingsten 2012 kommende Nordkirche. Eine Vielfalt an politisch-gesellschaftlich kontroversen Themen, spirituelle Glaubensinhalte und -momente sowie eine filmtechnische Bilderreise mit historischen Kirchen der drei fusionierenden Kirchen im Norden laden die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein“, so der nordelbische Bischof Gerhard Ulrich und Vorsitzender der Gemeinsamen Kirchenleitungder Nordkirche. Die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in Norddeutschland - kurz Nordkirche - bilden sich durch den Zusammenschluss der evangelischen Kirchen in Mecklenburg, Nordelbien und Pommern.

Bischof Gerhard Ulrich wird am Mittwoch (1. Juni) von 19.30 bis 20 Uhr am Abend der Begegnung „Gemeinsam bringen wir den Frieden voran“ (Chemnitzer Friedensbus) in der Hofkirche / Semperoper teilnehmen. Am Donnerstag (2. Juni)  diskutiert Bischof Ulrich mit Pastor Prof. Thomas Vogel von der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Timmendorfer Strand (Nordelbien) von 11 bis 13 Uhr unter dem Veranstaltungstitel „Am Sonntag will mein Süßer mit mir shoppen geh’n - Sonntagsruhe in Gefahr?!“ zum Thema Bäderregelung. Mit einer Ausnahmeregelung für Bäder wird Touristen beispielsweise das Einkaufen von Grundnahrungsmitteln ermöglicht. Doch die Grenze zwischen notwendigen Nahrungsmitteln und Shopping-Urlaub ist fließend. Für die Kirche ist die Verhältnismäßigkeit von Regel und Ausnahme damit fraglich geworden. Aus diesem Grunde wurde beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig (OVG) ein Normenkontrollverfahren eingesetzt, dass zurzeit ruht, um einen gemeinsamen konstruktiven Weg mit allen Beteiligten zu finden. „Die Evangelische und die Katholische Kirche vertreten in Nordelbien die Auffassung“, so Bischof Ulrich“, dass die Menschen den Sonntag zur
Entschleunigung aus der schnelllebigen Arbeitswelt brauchen. Der Sonntag ist und muss ein Tag des Gemeinschaftslebens bleiben.“

Das Thema Klimaschutz und Atomausstieg steht im Fokus der Veranstaltung „Klimaschutz möglich machen“ am Freitag (3. Juni) in der Zeit von 11 bis 13 Uhr. Die Bibelarbeit zum Text 5. Buch Mose, 30, 6-20 „Das Wort - ganz nahe bei dir“ (9.30 bis 10.30 Uhr) bildet den biblischen Auftakt zur gesellschaftspolitischen Diskussion.  Bischof Gerhard Ulrich setzt sich vehement für einen Atom-Ausstieg ein, wie er jüngst bei Tacheles beim Talk am roten Tisch kund tat. „Die Ereignisse in Japan haben uns alle zum Innehalten und zum Nachdenken bewogen. Was wir bis dahin „Restrisiko“ genannt haben, ist für viele schmerzhafte Realität geworden. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Die Atomkraft macht den Menschen Angst. Auch mir macht diese Technologie Angst und jüngste Ereignisse haben gezeigt, dass die Atomkraft nicht verantwortlich genutzt werden kann“, sagte Bischof Ulrich. Es sei ein Muss der Theologie sich einzumischen, denn hier gehe es um Gottes gute Schöpfung. Eine Theologie die ihre Stimme nicht erhebe, wenn es um das Wohl und Zusammenleben der Menschen gehe, mache sich überflüssig. Um 16 Uhr steht Bischof Gerhard Ulrich im Nordkirchen-Pavillon im Interview zum Thema „Nordkirche als Gastgeberin des 34. DEKT“ bis 17 Uhr Rede und Antwort zum nächsten Kirchentag 2013 in Hamburg.

Wie die Nordkirche bereits jetzt schon aussieht, davon können sich die Besucherinnen und Besucher im Nordkirchen-Pavillon am Goldenen Reiter ein Bild machen. Hier können sie sich zum Beispiel die Nordkirchenausstellung anschauen. Gespräche an Infoständen geben detaillierte Auskünfte. Für Entspannung ist ebenfalls gesorgt. Strandliegen, in denen man locker „chillen“ kann mit Fischbrötchen oder roter Grütze laden ein zum Verweilen. Man kann über die Schulter schauen, wenn Gezeitenkreuze live geschnitzt werden oder sich ein „Glaubenstattoo“ als Körperschmuck aussuchen. Regelmäßige Talkrunden mit bekannten Persönlichkeiten der Nordkirche, Jugendandachten und Musikeinlagen sorgen für ein vielfältiges Programm zu dem die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs, die  Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche und Pommersche Evangelische Kirche sowie die Stadt Hamburg einladen.

Auf der Nordkirchen-Bühne am Elbufer erleben Sie am Donnerstag und Freitag zwischen 11 und 17 Uhr „Talk und Musik im Strandkorb“ mit Themen wie „Am Sonntag will mein Süßer mit mir shoppen geh’n - Sonntagsruhe in Gefahr?!“ oder „Fischköppe mit Herz - Hamburger Originale sprechen über ihr soziales Engagement“.

Weitere Informationen zum Programm unter: www.kirchentag.de