Wort des Bischofs der Pommerschen Evangelischen Kirche
„Pommern“ heißt „Land am Meer“. Diese Landschaft und ihre Geschichte sind den
Menschen in unserer Landeskirche wertvoll. Die auf diesem Hintergrund gebildete Identität wird erhalten bleiben, auch wenn in den äußeren Formen sich in den nächsten Jahren viel verändern wird. Das Neue brauchen wir, damit wir auf Dauer Kirche in der Region sein können – mit alldem was die Menschen zu Recht bei der Kirche suchen: Gottesdienst, Seelsorge, christliche Erziehung und Bildung.
Soweit die Konturen der gemeinsamen Kirche bis jetzt zu erkennen sind, geben wir zwar die Souveränität einer eigenständigen Landeskirche ab, aber es bleibt eine starke Gemeinschaft von Gemeinden in einem Kirchenkreis „Pommern“ mit einer Synode zur Willensbildung und einer geistlichen Leitung. So wird die Identität unserer Kirche erhalten werden und lebendig bleiben.
Dieser Veränderungsprozess wird auch Schmerzen und Verluste mit sich bringen, aber wir werden nicht etwas Neues bekommen, wenn wir nicht bereit sind, auch etwas zu opfern.
Durch die gemeinsame Kirche im Norden können wir mit unseren mecklenburgischen
Nachbarn in diesem Bundesland zusammenarbeiten und dazu noch mit unserer
nordelbischen Partnerkirche.
Das sind gute Aussichten, denn wir haben die Chance, eine kraftvolle und lebendige
evangelische Kirche im Norden zu schaffen, die sich in ihren Stärken ergänzt und in
regionaler Verschiedenheit das Evangelium verkündet.
Dr. Hans-Jürgen Abromeit
Bischof




