Nordelbische Mitarbeitervertretung gegen Fusionsvertrag zur "Nordkirche"

 

Kiel/Schwerin (epd). Der Gesamtausschuss der Mitarbeitervertretungen, eine Art "Gesamtbetriebsrat" der nordelbischen Kirche, lehnt den Fusionsvertrag zur "Nordkirche" ab. Es fehle eine konkrete Zusicherung, dass durch den Zusammenschluss keine Mitarbeiter entlassen werden, heißt es in einer am Freitag in Kiel veröffentlichten Stellungnahme. Befürchtet wird, dass durch die geplante Finanzkürzung in den nordelbischen Kirchenkreisen um 4,8 Prozent dort Arbeitsplätze gefährdet sind. Gefordert wird zudem eine klare Aussage über die Angleichung der Gehälter in Ost und West. Der Gesamtausschuss vertritt mehr als 20.000 Angestellte in Kirche und Diakonie.

 

Kritisiert wird auch, dass es vorerst zwei verschiedene Arbeitsrechtssysteme in der Kirche geben wird. Während in Nordelbien Gewerkschaften und kirchlicher Arbeitgeberverband verhandeln, sind dies in den Landeskirchen Mecklenburg und Pommern die Mitarbeitervertretungen und Kirchenleitungen. Dass die Entscheidung über ein einheitliches Arbeitsrecht bis 2018 hinausgezögert werden soll, sei "untragbar", heißt es in der Stellungnahme. Ende März wollen die drei Synoden von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern über den Fusionsvertrag abstimmen. Der Zusammenschluss der "Nordkirche" mit 2,4 Millionen Mitgliedern soll 2012 wirksam werden. (13.02.2009)

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