Pommersche Kirche stimmt für Nordkirchenvertrag

 

Züssow (rn). Die Pommersche Evangelische Kirche hat mit verfassungsändernder Mehrheit am Samstagmittag dem Fusionsvertrag zur Nordkirche zugestimmt (58 abgegebene Stimmen, 44 Ja, 13 Nein, 1 Enthaltung). Damit ist aus der pommerschen Landessynode das eindeutige Zeichen für die Kirchenfusion gegeben.

 

Der Pommersche Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit sagte nach der Abstimmung: „Die Zustimmung aller drei Landessynode ist ein gutes Zeichen für die Entwicklung der evangelischen Kirchen in Norddeutschland, ja für die Reformfähigkeit des Protestantismus in Deutschland insgesamt. Die Pommersche Evangelische Kirche kann nach dieser Entscheidung ihren Weg in eine gesicherte Zukunft gehen. Damit haben Gemeinden, Dienste und Werke eine gute Perspektive für ihre weitere Entwicklung. Vor uns steht nun die Regelung noch offener Fragen. Ich danke besonders der nordelbischen Landessynode, die dem Kompromiß im Fusionsvertrag zugestimmt hat, obwohl sie damit nicht geringen Transferzahlungen in den Osten veranlasst hat. Ich danke auch der Landesregierung, die mit ihrer zustimmenden Note zum Fusionsvertrag die weitere Geltung des Güstrower Vertrages bekräftigt hat.“

 

Präses Dr. Rainer Dally meinte zur Synodenentscheidung: „Ich nehme froh und erleichtert zur Kenntnis, dass sich der enorme Einsatz für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland gelohnt hat und dass alle Synoden die Verbandsgründung beschlossen haben. Die Pommersche Evangelische Kirche kann nun gelassen in die Zukunft blicken und in die Ausarbeitung der Verfassung ihre Erfahrungen und Errungenschaften einbringen. Mein Dank in dieser Stunde der Freude gilt allen Schwestern und Brüdern aus den Partnerkirchen und natürlich auch aus den eigenen Reihen, deren Einsatz diese Entscheidung erst möglich gemacht hat.

Besonders möchte ich aber der früheren Lübecker Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter an dieser Stelle für ihren unermüdlichen - und nun ja auch erfolgreichen - Einsatz für die neue Kirche danken; sie hat die Gunst der Stunde erkannt und uns alle immer wieder ermutigt und begeistert, für die neue Kirche einzutreten.“ (28.3.2009)