Pommersche Kirche plant drei Propsteien
Greifswald (epd). Die im Zuge der Nordkirche erforderliche Umstrukturierung der Pommerschen Evangelischen Kirche nimmt Konturen an. Vorgesehen sei, dass die vier derzeitigen Kirchenkreise zu drei Propsteien umgestaltet werden, teilte die pommersche Kirche am Montag in Greifswald nach einer Kirchenleitungssitzung mit.
Die drei Pröpste mit Dienstsitzen in Stralsund, Demmin und Pasewalk sollen das leitende geistliche Amt übernehmen. Da in Greifswald auch der künftige Sprengelbischof seinen Sitz haben soll, ist die dortige Propstei nur für eine sechsjährige Übergangszeit geplant.
Hintergrund der geplanten Umstrukturierung ist, dass der Bereich der jetzigen pommerschen Kirche nach der Nordkirchen-Fusion nur noch einer von 13 Kirchenkreisen der Nordkirche sein wird. Über die Struktur des künftigen pommerschen Kirchenkreises wird voraussichtlich erst die pommersche Frühjahrssynode 2011 entscheiden.
Zudem wurde mitgeteilt, dass in Greifswald ein Regionalzentrum für kirchenkreisliche Dienste geplant ist. Dazu sollen unter anderem das Amt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, das Projekt "Jahr zur Taufe", die Medienstelle, die Konfirmandenprojektstelle, die schulkooperative Arbeit und das Pfarramt für Ökumene und Mission gehören. Als Dienstgebäude für das künftige Regionalzentrum soll das Haus Karl-Marx-Platz 15, in dem jetzt schon die meisten übergemeindlichen Dienste untergebracht sind, für maximal 1,4 Millionen Euro saniert werden. Auch darüber muss die Synode noch entscheiden.
Die evangelischen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern wollen sich Pfingsten 2012 zur Nordkirche zusammenschließen. Diese wird voraussichtlich 2,4 Millionen Mitglieder in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein haben. Zur pommerschen Kirche gehörten Ende 2009 rund 96.500 Christen. (28.9.2010)
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