Regenbogenprojekt auf der Nordkirchensynode vorgestellt

Rostock-Warnemünde (sst). Auf der Verfassunggebenden Synode haben Projektinitiatoren und aktive Jugendliche heute (6. Januar 2012) die 266 Synodalen über das „Rainbowproject“ aus dem Kirchenkreis Hamburg-Ost informiert.

Wolfgang Vogelmann, Oberkirchenrat der Nordelbischen Kirche, erläuterte eingangs das Regenbogenprojekt: „Das Spielgerät steht auf dem ehemaligen Todesstreifen in Lübeck-Eichholz/Herrenburg sinnbildlich für die Überwindung von Hass und ist ein Brückenschlag von Ost, West, Nord und Süd.“ Der Regenbogen sei ein sichtbares Zeichen für die Bereitschaft der Kirche, ihre Verantwortung für eine gute Zukunft zu übernehmen, in der Kinder ohne von Menschen bedingten Behinderungen friedlich miteinander spielen und aufwachsen können, fuhr Wolfgang Vogelmann fort. „Das Projekt spiegelt außerdem das Zusammenwachsen der drei selbstständigen Kirchen in Nordelbien, Mecklenburg und Pommern zur Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland wider und zeigt ihre Bereitschaft gemeinsam protestantische Verantwortung für Frieden und Gerechtigkeit zu übernehmen“, so Vogelmann.

Der Projektverantwortliche, Pastor Rolf Martin aus dem Kirchenkreis Hamburg-Ost, führte weiter aus: „Jugendliche aus Serbien, Polen, Südafrika und Deutschland haben unter Anleitung einer Firma auf der deutsch-deutschen Grenze einen bunten Holzregenbogen im August vergangenen Jahres - 50 Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus - hergestellt.“ Der Regenbogen wurde von Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren auf einen ausgehobenen Sandboden in Silhouettenform der zukünftigen Nordkirche gebaut. „Die Jugendlichen lernen gemeinsam aus den Verletzungen der Vergangenheit ihrer Nationen eine hoffnungsvolle Vision vom Zusammenleben zu gestalten“, erklärte Martin.

Julika Koch, Referentin für Friedensbildung der Nordelbischen Kirche, verwies darauf, dass die christliche Friedensarbeit zum Wesen der Kirche gehöre und der Bildung bedürfe. Dies müsse in allen wesentlichen Aus- und Fortbildungsformen der geplanten Nordkirche verankert werden. „Dazu gehören interreligiöses Denken und Gespräche, wie sie die Jugendlichen während des Baus des Regenbogens praktizierten. Solche Handlungen befördern den Friedensprozess“, so Koch. Das „Rainbowproject“ sei ein Friedensarbeitsprojekt, das weiterhin seinen Platz in der Friedensarbeit der gemeinsamen Kirche haben müsse.

Eine ausführliche Beschreibung des Projektes finden Sie unter: www.rainbowproject.de