Pommersche Landessynode: Grußwort von Bischof Ulrich
Züssow (rn). Die pommersche Landessynode begann am Freitagnachmittag (17.10.2008) mit einem Gedenkakt an den verstorbenen ehemaligen Oberkonsistorialrat Hans-Martin Moderow.
Dann richtete der seit Oktober amtierende Schleswiger Sprengelbischof Gerhard Ulrich ein Grußwort an die pommerschen Synodalen. Ulrich sagte, daß er die Nordkirche als „eine meiner Hauptaufgaben und als Herausforderung“ sehe. „Natürlich hat auch dieser Weg Kurven, und mancher Stein hindert den zügigen Gang und das Forschreiten,“ sagte Ulrich. „Und manchen wird der Wegarg lang, wenn immer wieder das Ziel hinter einer Kurve oder einem Hügel zu verschwinden scheint.“ Hier sei für ihn der 121 Psalm wegweisend, der zu einem seiner Lebenstexte gehöre. Es sei ein Wallfahrtspsalm, gebetet von Menschen unterwegs. „Woher kommt mir Hilfe?“ frage der Psalmist. Hier wachse „aus der Erinnerung des Glaubens Kraft für den Weg,“ sagte der nordelbische Bischof. Dieser Glaube sei es, der die Menschen „auf dem Weg ,fusioniert’, zusammenführt der ihm Sinn und Orientierung verleiht: der eins macht aus Verschiedenem.“
Ulrich ging auch auf die von der Nordelbischen Synode gestellten Fragen zum Fusionsprozeß ein, etwa die Anfragen an die Standortentscheidung für Kirchenamt und Landesbischof in Lübeck oder die Finanzierung der neuen Kirche. „Wir tun gut daran, die Fragen und Anmerkungen ernst zu nehmen und kritisch abzuwägen,“ sagte der Schleswiger Bischof. Darum sei es auch gut gewesen, die endgültigen Synodalentscheidungen auf März 2009 zu verschieben. „Das Bedürfnis, gehört zu werden, sich einzubringen und besser zu verstehen, ist keine Stimmung gegen die Nordkirche sondern im Gegenteil: sie ist nicht in Frage sondern in aller Munde.“ Nun komme es darauf an, „daß wir noch besser üben, auf das Projekt mit den Augen der anderen zu sehen.“ Dazu sollten im kommenden Jahr verstärkt Begegnungen auf allen Ebenen gesucht werden.
(17.10.2008)



