Arbeitnehmervertreter fordern Tarifverträge für "Nordkirche"

 

Schwerin/Kiel (epd). Mitarbeitervertreter und Gewerkschaften haben die mecklenburgische und pommersche Kirchenleitung aufgefordert, bei einem Zusammenschluss zu einer "Nordkirche" der Einführung von Tarifverträgen zuzustimmen. Dies geht aus einem Schreiben der "Arbeitsgemeinschaft Nordkirche auf Arbeitnehmerseite" hervor, das dem epd am Mittwoch zugeleitet wurde. Der dritte und größte Partner bei dem für 2012 geplanten Zusammenschluss, die nordelbische Kirche, hat bereits erklärt, an der Praxis von Tarifverträgen festhalten zu wollen. Sie gelten dort für alle 30.000 Mitarbeiter von Kirche und Diakonie.

 

Anders als in Nordelbien wird in Mecklenburg und Pommern wie in vielen anderen Landeskirchen der "Dritte Weg" beschritten. Gehälter und Arbeitsbedingungen werden hier von Kommissionen aus Kirchenleitung und Arbeitnehmervertreter festgelegt, Tarifverhandlungen und Tarifauseinandersetzungen im strengen Sinn sind unbekannt. In der "Arbeitsgemeinschaft Nordkirche auf Arbeitnehmerseite" sind unter anderem die Gewerkschaft "Verband Kirchlicher Mitarbeiter" (VKM) Nordelbien, VKM Mecklenburg und die Arbeitsrechtlichen Kommissionen der mecklenburgischen und pommerschen Kirche vertreten. (11.12.2008)

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