NDR-Videoblog zum Thema Nordkirche
Bischof Ulrich: „Jede Kirche findet dort ihren Platz“
Kiel. In seinem ersten Videokommentar für die EVANGELISCHE KIRCHE IM NDR erzählt der Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich über die Schwierigkeiten auf dem Weg zur „Nordkirche“. Die Fusionsverhandlungen der Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche (NEK), der Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) und der Pommerschen Evangelischen Kirche (PEK) waren kürzlich mit großer Mehrheit gebilligt worden.
Auch wenn die Bedenken nicht ausgeräumt seien, so seien sie doch bedacht und einbezogen worden in die neue Verfassung, so Ulrich in dem Videoblog, der auf www.ndr.de/kirche zu sehen ist. Ulrich freut sich darüber, dass „jede Kirche dort ihren Platz findet, mit ihren eigenen und unverwechselbaren Geschichten.“
Für den Bischof ist es fast ein Wunder, „dass wir Pfingsten die neue Nordkirche feiern können“. Das sei fast so, wie Paulus es ein einem seiner Briefe beschreibt: Wenn Christus seine Gemeinde baut, reißt er als erstes die Zäune der Feindschaft ab, die zwischen den Menschen sind.
Offiziell startet die Nordkirche am Pfingstsonntag mit einem großen Gründungsfest in Ratzeburg. Sie zählt dann 2,3 Millionen Mitglieder. Im Herbst wählt die Synode eine neue Kirchenleitung, 2013 einen gemeinsamen Landesbischof oder eine Landesbischöfin. Neuer Bischofssitz wird Schwerin, Kiel ist als Standort des Landeskirchenamtes vorgesehen. Die erste gemeinsame Großveranstaltung der Nordkirche ist der Evangelische Kirchentag im Mai 2013 in Hamburg.
Nach dem hannoverschen Landesbischof Ralf Meister ist der evangelische Bischof Gerhard Ulrich aus Schleswig das zweite Kirchenoberhaupt, mit dem die Evangelische Kirche im NDR ein monatliches Videoformat mit dem Titel „Ansichtssache“ produziert. (19.1.2012)




