Stimmen für Verschiebung der "Nordkirchen"-Fusion mehren sich

 

Kiel/Schwerin (epd). Die Stimmen für eine Verschiebung der Fusion der evangelischen Landeskirchen in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein mehren sich. Am Wochenende sprachen sich die Synoden der Kirchenkreise Rantzau (Elmshorn) und Münsterdorf (Itzehoe) dafür aus, dass die nordelbische Synode den Fusionsvertrag mit Mecklenburg und Pommern für eine gemeinsame "Nordkirche" erst 2009 beschließen soll. Notwendig seien sichere Zahlen über die Kosten der Fusion. Nach dem Zeitplan der drei Kirchenleitungen soll bereits im September über den Fusionsvertrag abgestimmt werden.

 

In der vergangenen Woche war bereits bekannt geworden, dass insbesondere die Verwaltungsleiter aller 27 nordelbischen Kirchenkreise auf eine Verschiebung drängen. Hintergrund ist vor allem die geplante Regelung, dass die Gemeinden in Schleswig-Holstein und Hamburg bei einer Fusion mit den beiden ostdeutschen Kirchen fünf Prozent ihres Etats einsparen sollen.

 

Bei der Frühjahrstagung der mecklenburgischen Landessynode Anfang April hatten sowohl Landesbischof Andreas von Maltzahn wie auch die Kirchenparlamentarier ebenfalls auf eine Klärung grundsätzlicher Fragen vor Abschluss des Fusionsvertrages gedrängt. Dazu gehören neben der Finanzverteilung die Entscheidung über Sitz des Leitenden Bischofs und des Kirchenamtes. Der geplante Zusammenschluss wurde dabei ebensowenig wie jetzt in Nordelbien grundsätzlich in Frage gestellt. (21.04.2008)

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